21.03.2019

Google greift durch: 2,3 Milliarden Ads entfernt

2018 wurden 2,3 Milliarden Ads, die gegen die Google Ads Richtlinien verstoßen, entfernt – knapp eine Milliarde weniger als im Vorjahr. Die Bestrebung, unangemessene Ads schon im Vorhinein zu blockieren, zeigt Erfolg. Neben Anzeigen wurden auch knapp 734.000 Publisher, beziehungsweise Webseitenbetreiber und App-Entwickler, aus dem Google Werbenetzwerk entfernt. Ab April wird des Weiteren ein neuer Policy Manager ausgerollt, der Hinweise zur regelkonformen Anpassung, Art des Verstoßes und auch die Option der erneuten Überprüfung liefern soll.

Besonders Phishing Ads (58,8 Millionen) wurden in der Kategorie der unerlaubten Werbeanzeigen gelöscht, doch auch Anzeigen zum Wiederverkauf von Tickets (207.000) wurden entfernt. Im letzten Jahr wurden 31 neue Richtlinien ergänzt, um unerlaubte und schlechte Anzeigen zu bekämpfen. Bei den Webseiten, auf denen beispielsweise Displayanzeigen platziert werden, kamen sogar 330 neue Faktoren hinzu, um Verstöße seitens der Webseite zu erkennen.

Die Richtlinien sind so umfassend und gerade bei YouTube ist es schwierig, den schmalen Grad zwischen gutem, angemessenem Content und den passenden Werbeformen zu finden. Um die Richtlinien noch transparenter zu kommunizieren wird es einen neuen Policy Manager geben. Detaillierte Informationen über die Ablehnung und Hinweise zur regelkonformen Anpassung der Anzeige sind nützliche und hilfreiche Funktionen des Managers. Dazu kommt, dass Text Ads mit einem Klick erneut durch die Überprüfung geschickt werden können und zusätzlich kann der Verlauf des Einspruchs ebenfalls im Policy Manager verfolgt werden.

Aber auch schon während des Erstellungsprozesses wird bei dem Klick auf „Speichern“ die Anzeige in Echtzeit auf Verstöße überprüft, sodass ohne Zeitverzögerung auf Fehler hingewiesen wird. So werden ein Verstoß und die darauffolgende Ablehnung vermieden.

Schlussendlich wird der Policy Manager in Zukunft den Werbetreibenden vermutlich helfen, um gute und angemessene Anzeigen für das Netzwerk zu kreieren. Wir sind gespannt, inwieweit Google diese Funktion im Laufe der Zeit ausbauen und optimieren wird. Die Zahl der zu entfernenden Anzeigen dürfte auch 2019 weiter sinken und somit im Kehrschluss auch die Qualität der Anzeigen steigen.

 
dortmund